Klausur des Gesamtpfarrgemeinderats

Pfarrgemeinderat mit Moderatoren

Wie in den vorherigen Jahren traf sich der Gesamtpfarrgemeinderat auch in diesem Jahr am 21. und 22. Februar 2020 zu einer Klausur in der Kommende Brackel. Nach einem gemütlichen Freitagabend im Franz-Stock-Haus mit guten Essen und Gesprächen und etwas Karneval, ging es am Samstagmorgen um 9.00 Uhr los. Geleitet wurde die Klausur von Maria Mustert und Manfred Morfeld, beide schon gut bekannt mit unserem GPGR.

Das Thema in diesem Jahr: „Pastoralvereinbarung 2.0“. Unsere Pastoralvereinbarung, die ja jeder Pastorale Raum zu erstellen hat, ist inzwischen bereits 10 Jahre alt und eine Weiterentwicklung ist notwendig. In Anlehnung an das Zukunftsbild des Erzbistums haben wir uns auf folgende vier Kernthemen konzentriert: Taufberufung, Pastorale Orte, Caritas & Weltverantwortung, Ehrenamt.

Eine kleine aber sehr eindrückliche Erzählung stand am Anfang, in der eine australische Theologin Ihre Art Kirche mit Wasserstellen in der Wüste, die von Kamelen aufgesucht werden vergleicht. Kirche muss für alle wie eine Quelle erreichbar sein, in Deutschland bestünde die Kirche, Ihrer Meinung nach, dagenen oft aus eingezäunten Gemeinden, und Außenstehende werden nicht angenommen wie sie sind, sondern es wird versucht „einzugemeinden“. Eine durchaus provokative These am Anfang unserer Diskussion.

Natürlich ist uns klar, dass wir als Katholische Kirche uns nach außen öffnen müssen. Und so erarbeiteten wir in Kleingruppen und in der großen Runde einige konkrete Projekte: Eine Stärkung der Kinderliturgiekreise; ein spezielles Angebot nach der Taufe für die Familien; Informationen zu Maria 2.0 sollen publiziert werden, da diese Bewegung vielen Menschen noch zu unbekannt ist; die Zusammenarbeit mit der „Tafel Deutschland“ intensivieren. Dies soll alles kurz- und mittelfristig geschehen.

Wie bereits in der Gemeindeversammlung im September erklärt, ist die Zukunft der Katholischen Kirche auch hier in unserem Pastoralen Raum nicht einfach. Wir hatten z.B. 105 Kirchenaustritte im letzten Jahr in unseren 4 Gemeinden. Um „Wasserstelle“ zu sein für viele Menschen benötigen wir niederschwellige Angebote außerhalb unserer territorialen „Umzäunung“. Der GPGR arbeitet daran, aber das können wir ja nicht allein. Wir sind für Vorschläge und Ideen dankbar und auch jederzeit ansprechbar.

Für den Gesamtpfarrgemeinderat
Annette Weber