Weihnachten in besonderen Zeiten

Dass das letzte Weihnachtsfest nicht in gewohnter Art und Weise gefeiert werden konnte, das deutete sich schon vor einigen Monaten an. So hatten wir dann schon früh im Herbst gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat beschlossen, den Heiligabend anders als in den vergangenen Jahren zu feiern: viele kleine Gottesdienste statt der Familiengottesdienste und Christmetten, um möglichst vielen Menschen eine Teilnahme zu ermöglichen.

Schon diese Entscheidung war nicht leicht, denn so manchem wurde ein Verzicht auf den gewohnten Weihnachtsgottesdienst zugemutet. Trotzdem hatten sich viele Mitglieder unserer Kirchengemeinden bereit erklärt, bei den zahlreichen Gottesdiensten mitzuarbeiten, Gottesdienste vorzubereiten, als Welcomer (Ordner) zu helfen oder musikalische Beiträge zu leisten. Wie in den vergangenen Jahren wurden die Kirchen geschmückt und mit viel Liebe die Krippen aufgebaut.

Doch dann kam alles ganz anders: Wegen der Corona-Pandemie mussten alle Gottesdienste über Weihnachten und Neujahr abgesagt werden. Trotz dieser Enttäuschung haben sich viele engagiert, um Alternativen zu schaffen: Tütchen mit Weihnachtsgrüßen und den Segensaufklebern der Sternsinger wurden gepackt und viele davon an Menschen weitergegeben, die Weihnachten zu Hause bleiben mussten; ein „Gedankenzaun“ wurde an der St.Clemens-Kirche aufgestellt, an dem viele ihre Wünsche und Bitten und ihren Dank angeheftet haben, das Friedenslicht von Bethlehem leuchtete an den Eingängen der Kirchen, an denen auch Karten mit Segenssprüchen zum Mitnehmen ausgehängt waren; nicht zu vergessen die Video – Beiträge im Internet mit Andachten und Betrachtungen zur Advents- und Weihnachtszeit und sogar einem Krippenspiel. Der Himmelsflitzer war unterwegs, an dem z. B. in Wickede kleine Weihnachtsgrüße an Passanten ausgeteilt wurden.

Eine ganze Reihe von Frauen und Männern aus unseren Gemeinden haben mitgeholfen, dass die Kirchen an allen Tagen auch ohne Gottesdienste geöffnet sein konnten, andere haben diese stillen Zeiten mit Lesungen, Gebeten und musikalischen Beiträgen bereichert.

Allen, die sich in diesen besonderen Tagen so vielfältig engagiert haben, sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt. Das gilt besonders auch für die Sekretärinnen in den Pfarrbüros, die mit den Anmeldungen zu den Gottesdiensten und dann mit den Absagen ein Vielfaches an Arbeit zu leisten hatten.

Auch wenn wir alle hoffen, dass wir in diesem Jahr wieder ein „normales“ Weihnachtsfest feiern können. so kann die eine oder andere Erfahrung der vergangenen Festtage sehr kostbar sein und unseren Gemeinden neue Impulse schenken für die kommende Zeit.