Bunt statt Braun – Friedensgebet der Religionen

Unter freiem Himmel fand am Sonntag, 8. September 2019, das vierte Friedensgebet der Religionen statt. Als einzigartigen Ort wurde dazu die Bergkuppe der Halde „Schleswig“ bei Dortmund Asseln gewählt. Hier hat man auf dem Gipfel einen spektakulären 360° Rundumblick auf alle Ortsteile im Dortmunder-Osten. Der Gottesdienst mit 250 Teilnehmern fand in der Reihe „Bunt statt Braun“ statt, um in der Öffentlichkeit gegen die menschenverachtende Hetze der Neonazis ein Zeichen für Toleranz, Respekt, Vielfalt und Menschenwürde in ganz Dortmund zu setzen.

An dem Gottesdienst nahmen neben der Katholischen Konfession, vertreten durch Pfarrer Ludger Keite und der Evangelischen Konfession vertreten durch Pfarrerin Sandra Sternke-Menne, Rabbi Baruch Babaev von der jüdischen Kultusgemeinde, Frau Renate Karaoglan als Vertreterin des Islam, Diakon Magdy Keriakos von den Koptischen Patriarchat und Diakon Filmon Hagos als Vertreter der Eritreisch-Orthodoxe Gemeinde Heiland-der-Welt teil.

Der Gottesdienst stand unter dem Motto: „Noah – eine Taube wird zum Symbol des Friedens“. Als sichtbares Zeichen und Friedenssymbol wurden 50 Brieftauben in den Himmel entlassen, die allesamt sicher in ihrem Schlag landeten. Pfarrer Ludger Keite zitierte den Theologen Hans Küng: „Es gibt keinen Frieden unter den Nationen, ohne den Frieden der Religionen.“

Der Posaunenchor der Evangelischen Kirche Brackel begleitete musikalisch den Gottesdienst. Für das Friedensgebet der Religionen hatte sich eigens ein Netzwerk der Religionsvertreter gebildet gemeinsam mit dem Stadtbezirksmarketing und der Stadtbezirksvertretung. Eine Securityfirma sicherte die Veranstaltung. Thyssen Krupp Steel hatte als Eigentümer für das Friedengebet die Ausnahme ermöglicht, die sonst hermetisch verschlossene Halde Schleswig zu öffnen.